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"Alle großen Menschen bilden sich ein, mehr oder weniger inspiriert zu sein." 

Joseph Joubert

 

Liebe Stimm-Interessierte!

Wer oder was inspiriert Sie? Was überhaupt bedeutet Inspiration? Das habe ich nicht nur mich, sondern aktuell viele meiner Mitmenschen gefragt. Warum? Weil für mich Inspiration unverzichtbar ist, um mich weiterzuentwickeln und nicht nur im gewohnten Trott zu verharren.

Wenn ich mir die bunte Palette der Definitionen wie Einfall, Idee, Geistesblitz, Impuls, Aha-Effekt bis hin zur Erleuchtung anschaue, habe ich davon einiges bei mir schmerzlich vermisst. Die Eintönigkeit der Abläufe, das Homeoffice, die fehlenden Impulse von außen durch Begegnungen oder Reisen haben meine Inspiration gefühlt nicht gerade befördert.

Die Übersetzung von inspirare aus dem Lateinischen trifft es ziemlich gut: das Hineinwehen des Atems und auch des Geistes. Okay, das Bewusstsein für den Atem kommt mir hoffentlich generell für mich selbst und durch das tägliche Coachen und Trainieren nie abhanden. Aber die Sache mit dem Geist, dem Enthusiasmus oder der Inspiration durch eine göttliche Eingebung…?

Was also braucht es, was brauchen wir, um inspiriert zu werden? Die Antworten sind so vielfältig wie die Befragten. Oft genannt werden äußere Anreize in der Natur, andere Menschen, Kunst im allgemeinen, Ruhe, Bewegung, …

„Inspiration existiert, aber sie muss dich arbeitend vorfinden.“

Pablo Picasso

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Es gibt auch andere Ideen. Spontanität versus Struktur: Ein Schauspielkollege von mir, der meistens Impro-Theater macht, liebt es z.B., auf der Bühne zu stehen und nicht zu wissen, was im nächsten Moment passiert… Ganz im Moment sein, keine Angst vor Fehlern zu haben. Das wäre eine echte Herausforderung für mich. Eine Bekannte stellt sich ebenfalls regelmäßig „Mutproben“, unerschrocken etwas Ungewohntes zu tun. Wie z.B. im Fahrstuhl eine kleine Rede zu halten. Auch das wäre für mich eher gewöhnungsbedürftig. Eine andere Freundin wiederum macht jeden Tag Bewegungsmeditationen nach vorgeschriebenen Abläufen und kommt dabei anscheinend auf die besten Ideen.

„Die Inspiration ist ein Besucher, der nicht immer bei der ersten Einladung erscheint.“

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Ich habe das Tagträumen für mich wiederentdeckt. Das absichtslose Einfach-mal-nichts-tun. Dazu müssen wir nicht erst in Urlaub fahren oder die berühmte Work-Life Balance ausarbeiten. 1998 fand der Hirnforscher Raichle heraus, dass beim ziellosen Nichtstun verschiedene Hirnareale aktiv werden, die beim zielgerichteten Denken nicht arbeiten. Der Begriff „Default Network“, also in etwa Leerlaufnetzwerk, war geboren. Das Hirn ohne Anreize von außen arbeitet offenbar nicht nur, sondern räumt auf, verarbeitet und sortiert sich selbst neu. Es gibt nachgewiesene Zusammenhänge zwischen diesem Leerlaufnetzwerk und dem Ich-Bewusstsein. Die Grundlage für unser Selbstgefühl und unserer geistigen Gesundheit.

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Inspiration lässt sich nicht erzwingen. Aber wir können ihr Räume schaffen, damit uns die Muse küsst oder der Geistesblitz kommt. Sei es beim Tagträumen, in der Bewegung, Natur, Stille oder in der Begegnung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen einen wahrhaft inspirierenden Sommer!

Herzlichst

Ihre Nicola Tiggeler

PS: Bei den Lesetipps unten finden Sie ein Buch, von dem ich zwei Exemplare verlosen werde!

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PPS: Falls Sie in der Nähe von Paderborn oder einem der anderen Gastspielorte wohnen, sehen wir uns vielleicht endlich wieder im Theater bei „Eine Stunde Ruhe“:

  • 17.06.-So., 20.06., Do., 24.06.-27.06., Do., 01.07.-04.07.2021 Paderborn (Open Air)
  • 05.07.2021, Bad Kreuznach
  • 06.07.2021, Ahaus
  • 07.07.2021, Lehrte
  • 08.07.2021, Beverungen
  • 09.07.2021, Soltau
  • 10.07.2021, Barsinghausen
  • 13.07.2021, Diepholz
  • 14.07.2021, Oberursel
  • 15.07.2021, Nienburg

Meine Stimmtipps lesen:

Sprechen vor Publikum: Was Sie nach der Pause im Homeoffice beachten sollten

Gerade absolvieren wir noch Online-Meetings am laufenden Band mit viel Routine. Doch nun stehen die ersten persönlichen Treffen an und damit die Frage: Kann ich überhaupt noch professionell vor meinem Team, den Kunden oder dem Vorstand präsentieren oder eine Rede halten? Wie Sie sich in Zeiten des “Reentry Blues” und “FOGO” (Fear Of Going Out) auf das Sprechen vor Publikum im echten Leben vorbereiten können.

Jetzt Blogartikel lesen
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Gute Bücher lesen:

Keine Neuerscheinung, aber ein Buch, das ein wirklich intensives, berührendes Leseerlebnis beschert:

Das schönste Wort der Welt von Margaret Mazzantini

„Wie kommt es nur, dass wir im Leben auf die besten Menschen verzichten und uns anderen zuwenden, die uns nichts angehen, die uns nicht gut tun, die uns einfach über den Weg laufen, uns mit ihren Lügen bestechen und uns daran gewöhnen, Angsthasen zu werden?“

Sie werden das eine und alle schönen Wörter in diesem wundervollen Roman finden. Margaret Manzantini (toll übersetzt von Karin Krieger) erzählt in berührender, bildhafter und direkter Sprache die bedingungslose, große Liebesgeschichte von Gemma und Diego in Sarajewo. Beginnend zur Zeit der Olympiade 1984, während des drastischen, tragischen Kriegsgeschehens von 1992 bis zur Gegenwart vermischen sich die Ebenen, wenn sich Gemma mit ihrem gemeinsamen Sohn Pietro im heutigen Sarajewo auf Spurensuche begibt. Niemals kitschig, lässt Mazzantini uns die Liebe, den Schmerz und auch die Hoffnung spüren. Ein wahrhaftiger und großer Roman über die Liebe. Ein Buch, in das man so richtig eintauchen kann und muss. Absolut empfehlenswert!

Weiße Rhetorik von Wladislaw Jachtchenko

Mit großer Freude habe ich das neue Buch meines Kollegen gelesen und empfehle es sehr! Dem Untertitel „Überzeugen statt manipulieren“ verpflichtet, zeigt Wlad Jachtchenko auf wirklich gut zu lesende und auch unterhaltsame Weise, wie das geht. Und zwar mit den drei Säulen der weißen Rhetorik: Bessere Argumente. Besseres Zuhören. Und: Bessere Fragen. Besonders gefallen hat mir das SEXIER Modell, das das gute alte 3B Modell aus der Schule sehr einleuchtend weiterentwickelt. Und natürlich auch das Plädoyer für ein verstehendes Zuhören, inclusive der ironischen Tipps für schlechte Zuhörer. Gerade in den heutigen Zeiten mit vielen hitzigen Debatten ist das (verstehende) Zuhören oft eine vernachlässigte Kompetenz.

Fazit: Ein wirklich guter Ratgeber, der mit konkreten Beispielen und Übungen Lust darauf macht, die eigenen Kommunikationsmuster und -fähigkeiten wahrzunehmen und auszubauen.

Wlad hat übrigens einen eigenen, sehr lohnenden Podcast, bei dem ich auch einmal Gast sein durfte. Hier können sie mein Interview anhören.

Und im nächsten Jahr gibt es dann hoffentlich endlich unser gemeinsames Seminar „Klangvolle Stimme - Glanzvolle Rhetorik“!

Diesen ganz neuen Bestseller können Sie gewinnen: Die ersten beiden Absender:innen erhalten das Buch mit Widmung zugeschickt. Sie müssen mir nur per E-Mail verraten, was Sie inspiriert. Und bitte Ihre Postadresse angeben!

(Die Verlosung endet am 13. Juni 2021 um 11 Uhr. Die Ermittlung der Gewinner erfolgt am 13. Juni 2021 um 13 Uhr. Teilnehmen können alle, die diesen Newsletter regelmäßig beziehen. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen ist unabhängig vom Ausgang der Verlosung. Die Gewinner werden nach E-Mail-Eingang ermittelt. Das Buch kann nicht gegen einen anderen Gewinn getauscht werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

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Schauspiel genießen:

Dieser Film wird auch Sie hoffentlich inspirieren, das Leben zu feiern:

Song for Marion von Paul Andrew Williams (ARD Mediathek bis 30.6.2021 oder Amazon Prime)

Wäre Arthur (Terence Stamp) eine Pflanze, dann wäre er ein Giftefeu. So sieht er sich selbst. Nur für seine unerschütterlich positive Frau Marion (Vanessa Redgrave) ist er ihr „Fels“. Trotz ihrer Krebserkrankung singt Marion voller Hingabe in ihrem Chor „Die Rentna“. Nach ihrem Tod gibt die Chorleiterin Elizabeth ihr Bestes, um Arthur nicht nur aus seiner Depression zu holen, sondern ihn zum Singen zu bewegen. Ein landesweiter Wettbewerb steht an. Doch Arthur will auf keinen Fall öffentlich auftreten… So weit, so scheinbar vorhersehbar. Aber ich verspreche Ihnen, dass Sie mit einem ganz wunderbaren, berührenden und beglückenden Film belohnt werden. Regisseur Paul Andrew Williams, bisher eher für Horrorthriller bekannt, ließ sich von der Geschichte seiner Großeltern zu diesem Film-Juwel inspirieren. Und Redgrave und Stamp sind nicht nur hinreißende Schauspieler, sondern singen ihre Songs auch selbst.

 

Musik hören:

Lassen Sie sich von diesen Klängen vielleicht nicht erleuchten, aber mit Sicherheit inspirieren:

Yoga Symphonie No.1 von LaBrassBanda

Die Jungs von LaBrassBanda stehen eigentlich für schnelle, rhythmische Musik zum „Danzn“, wie beim letzten gleichnamigen Album. Doch die Konzerte fielen aus. Stattdessen wurden die Bayern im Herbst eingeladen, im Füssener Festspielhaus Musik für eine Yogaveranstaltung zu spielen. Und daraus entstand dann über den Winter die Yoga Symphonie No.1 mit herrlich ruhigen, meditativen Blasmusikklängen, Tuba und Trompete statt Klangschalen.

Erfahrung mit der etwas ruhigeren Art hat die Band ja schon mit ihrem legendären „Kiah Royal“ von 2014, als sie für ihr stoisch wiederkäuendes Publikum im Kuhstall spielten. „Die Kühe sind in Bayern ja auch ein bisschen heilig“, sagt Stefan Dettl. Deswegen nun also Yoga zu Blasmusik, mit 17 Tracks wie Breathe, Feel, Relaxe, aber auch etwas rhythmischer wie bei Party und Dance. Entweder einfach gemütlich anhören oder eine Yoga Session dazu. Das funktioniert erstaunlich gut, ich habe es ausprobiert!

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Stimme.Status.Rituale – Die Königinnenklasse (Aufbautraining)

  • 2-tägiges Aufbau-Seminar für Frauen, das ich gemeinsam mit Silke Foth durchführe
  • Termine: 10.+11.11.2021, 1. Tag 10:00-18:00 Uhr, 2. Tag 9:00-17:00 Uhr
  • Ort: München
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