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Liebe Stimm-Interessierte!
Zum Jahresende und mit diesem letzten Newsletter im Jahr 2025 möchte ich Ihnen einen meiner besten Freunde vorstellen und dringend ans Herz legen:
Den Seufzer der Erleichterung.
Instinktiv haben Sie und ich ihn sicher seit der Geburt immer wieder genutzt.
„Der erste Seufzer der Kindheit gilt der Freiheit.“
Luc de Clapiers de Vauvenargues (1715–1747)
Wahrscheinlich haben Sie auch heute schon vielfach geseufzt, ganz unbewusst:
In Anbetracht der Weltlage, eines unaufgeräumten Kinderzimmers, eines überquellenden Postfachs. Oder nach einer Anstrengung, wenn etwas gerade noch einmal gut gegangen ist, wenn Sie etwas geschafft haben. Weil etwas gut riecht, sich gut anfühlt, willkommen ist. Weihnachtliches, Duftendes, Besinnliches. Oder weil endlich Ruhe ist…. Einfach so.
Neulich habe ich in einem Vortrag vom „Völlig unbegründetem Montag-Seufzer“ gehört. Fand ich sehr einleuchtend:)
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Im Schnitt seufzen wir automatisch alle 5 Minuten (!) unbewusst.
Warum suchen wir alle dieses sprichwörtliche „Luftablassen“ oder auch „Tiefdurchatmen“?
Der Körper sucht, was ihm guttut. Tief seufzen ist gesund und dient dazu, unsere Lungenfunktion zu erhalten. Besser gesagt, unsere Lungenbläschen fit und nachgiebig. Beim normalen, meist eher flachen Atmen dehnt sich unsere Lunge um 10 Prozent aus, beim Seufzen um das Vierfache.
Ohne ins Detail zu gehen: Eigentlich muss man nur verstehen, dass jedes Lungenbläschen von innen mit einem dünnen, feuchten Film ausgekleidet ist. Nur dank dieser Flüssigkeit können sich die Millionen Bläschen verformen, ausdehnen und fallen nicht in sich zusammen. Ohne diesen Feuchtigkeitsfilm könnten wir gar nicht atmen. Beim tiefen Seufzen verringert sich die Oberflächenspannung der Lungenflüssigkeit, das bedeutet weniger Widerstand, wir können freier atmen und spüren anschließend dieses willkommene Gefühl der Erleichterung in der Brust.
Der „Seufzer der Erleichterung“ war in der Stimmarbeit meiner Lehrerin Kristin Linklater ein zentraler Bestandteil. Gar nicht esoterisch, sondern ganz konkret. Er dient als Schlüssel, um körperliche Verspannungen zu lösen und den Atem zu vertiefen. Da Sprechen ja nun mal hörbares Ausatmen ist, öffnet dieser Seufzer der Stimme Zugang zu natürlichen Atem- und Lautbewegungen.
Der „Sigh of Relief“ überwindet die Alltagsstimme, die oft nur einen kleinen Teil unseres Stimmumfanges nutzt. Dieser Alleskönner stellt die Verbindung zwischen Körper, Atem und Klang her und ermöglicht uns so unseren vollen stimmlichen Ausdruck. Durch das bewusste Erleben dieses Seufzers lassen wir Anspannungen in Bauch und Kehle los, was den Rachenraum entlastet (zusätzliches Gähnen hilft) und die Resonanz verbessert. Klingt gut? Ist gut!
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Einfach machen: Seufzen Sie jetzt! Wohlig, laut, leise, erleichternd…. Egal. Hauptsache, Sie tun es, immer wieder, mit Genuss und bewusst. Sie haben gerade etwas für Ihre Gesundheit und Ihre Stimme getan.
Wenn Sie es ausführlicher mögen, dann schauen Sie hier: PDF zum Download
Nach über 140 gespielten Vorstellungen auf insgesamt mehr als 30 Bühnen und ebenso vielen Hotelzimmern und Theaterwohnungen und zusätzlich so vielen tollen Seminaren, Coachings und Vorträgen habe ich oft geseufzt. Manchmal um Dampf abzulassen, manchmal auch erschöpft, meistens sehr dankbar.
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Und nun wünsche ich Ihnen von Herzen eine entspannte, friedliche und hoffentlich erholsame Weihnachtszeit, mit ganz vielen Gelegenheiten für einen befreienden Seufzer der Erleichterung. Und genau dafür habe ich Ihnen natürlich in meinen Tipps noch ein paar schöne Gelegenheiten eingepackt.
Bis zum Wiedersehen, - Lesen und -Hören im Jahr 2026 für Sie nur das Allerbeste!
Ganz herzlichst,
Ihre Nicola Tiggeler
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Ich hatte Ihnen schon einmal den Dokumentarfilm „Geniale Göttin“ (2018) über Hedy Lamarr empfohlen. Als Hollywood-Star galt sie als die schönste Frau der Welt. Dass sie ein störungsfreies Fernmeldesystem erfand, welches den Weg für Bluetooth, WiFi- und GPS-Verbindungen ermöglichte, wurde erst nach ihrem Tod bekannt. Lamarr ist eine der vergessenen Heldinnen, die v. Wietersheim mit lebendigen, liebevollen Details und immer wieder auch einem Augenzwinkern aus dem Schatten der Vergessenheit holt.
Sie berichtet auch über Ada Lovelace, weit mehr als nur die Tochter des Dichters Lord Byron, sondern visionäre Mathematikerin, deren „Notes“ als erstes Computerprogramm der Welt gelten. Oder Natalie Clifford Barney, eine offen lesbisch lebende Adelige, die mit ihrem Salon in Paris Anfang des 20. Jahrhunderts einen ersten sicheren Raum für die LGBTQ+ Community schuf. Oder…
Diese 21 beeindruckenden Portraits haben mich fasziniert. Klare Lese-Empfehlung und auch ein tolles Geschenk!
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Eine Rom-Com mit Fantasy-Elementen? Beide Genres sind eigentlich kein Grund für mich, ins Kino zu stürmen. Aber „Eternity“ spielt ziemlich genial mit einigen Beziehungs-Klischees: Die heftige, kurze Leidenschaft versus langjährige, sichere, ewig währende Verbindung.
Larry (Miles Teller) landet nach seinem Tod in einer seltsamen Zwischenwelt, wo er mit Hilfe der Jenseitskoordinatorin (herrlich: Da‘Vine Joy Randolph) innerhalb von sieben Tagen entscheiden muss, wo er seine persönliche Ewigkeit verbringen will. So gibt es neben den üblichen Jenseitsvorstellungen wahlweise auch ein z.B. satanisches, nudistisches, männerfreies, Nazi-freies Paradies oder auch eines für Krankenhaus-Soaps-Fans… Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
Als unvermutet Larry’s inzwischen ebenfalls verstorbene Frau Joane auftaucht, steht der gemeinsamen Ewigkeit eigentlich nichts mehr im Wege. Wäre da nicht zufällig auch noch Joans erste große Liebe Luke (Callum Turner). Er hat nach seinem frühen Tod siebzig Jahre auf sie gewartet, in der Hoffnung auf die Vereinigung im Jenseits.
Ein bestens aufgelegtes Schauspiel-Trio, pointierte Screwball Dialoge und die durchaus gewichtige Frage, was ein guter Ort nach dem Tod wäre: Romantisch, witzig, klug und emotional. Das muss ein Film erst mal schaffen!
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Falls Sie - wie ich - auch mal eine Pause von der üblichen Weihnachts-Beschallung brauchen oder gar nichts damit am Hut haben und einfach etwas faszinierend Neues hören wollen:
Mit ihrem im November erschienenen Winter-Album „Nord“ ist das der norwegischen Jazzsängerin Rebekka Bakken gelungen. Folk- oder Avantgarde? Einer Stilrichtung möchte sie sich nicht zuordnen lassen: „Wir wissen ja nicht, wer wir morgen sein werden. Und möglicherweise nicht einmal, wer wir heute sind.“ Bakkens klare Stimme schwebt über den Klängen der Instrumente oder dem Gesang des Samischen Joik-Sängers wie Nebel über einer Winterlandschaft. Norwegische Volks- und alte Kirchenlieder klingen mystisch verwoben. Wunderschön: „Eg Veit I Himmerik Ei Borg“. Und ein Weihnachtslied ist auch dabei (Mitt hjerte alltid vanker). Sehr speziell und definitiv mal etwas anderes als Jingle Bells, weit über die Weihnachtszeit hinaus.
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Ich liebe es, Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben. (Oscar Wilde)
„Kalter weißer Mann“ ist eine wirklich brillante, aktuelle, kluge und vor allem unterhaltsame Komödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, den Autoren der Erfolgsserie „Stromberg“ u.v.a.. Ab April 2026 sind wir wieder auf Tour:
Unter diesem Link finden Sie den Tourneeplan ab April 2026.
Hier können Sie mehr über die Geschichte des Stücks erfahren sowie einen Beitrag über das Stück, Timothy und mich in mdr brisant anschauen. Auch Pressestimmen werden zitiert: Das Hamburger Abendblatt schrieb beispielsweise am 2.8.2025:
„Das Ensemble in der Produktion der Konzertdirektion Landgraf ist insgesamt stimmig besetzt. Nicola Tiggeler, im realen Leben übrigens Peachs Ehefrau, wandelt sich als Publikumsliebling in der Rolle der Sekretärin – Sekretär ist ja nur ein Möbelstück – von der naiven, treu sorgenden mütterlichen Seele zur Frau (!) mit Meinung. Für die neumodische Umschreibung 'Menstruierende' sei sie ja schon zu alt.“
Sehen wir uns?
Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Menschen nur Schauspieler
(William Shakespeare)
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Professionelle Stimmanalyse
Lassen Sie uns gemeinsam in einem 1-stündigen Online-Treffen oder Telefonat Ihre Stimme analysieren und herausfinden, was Ihre Wünsche und Ziele in puncto Stimme und Sprechen sind.
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Einzelcoaching für Ihre Stimme
Sie wünschen sich ein individuelles Stimm-Coaching mit mir? In den Einzel-Sessions erkunden wir Ihre individuelle "Stimm-Lage" und arbeiten an spezifischen Anforderungen, die Ihre Position oder Ihre Karrierewünsche mit sich bringen. Für bleibende Wirkung, eine gewinnende Ausstrahlung und damit Ihre Stimme Ihre beste Visitenkarte wird! Einzelcoachings können Sie bei mir als Präsenz-Coaching z.B. in meinem Trainingsraum in München oder Online-Coaching buchen. Lassen Sie uns die Möglichkeiten besprechen!
Alle Informationen zum Einzelcoaching finden Sie unter diesem Link.
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Ich würde mich sehr freuen, Sie bei nächster Gelegenheit zu sehen! Leiten Sie die Tipps gerne an Interessierte weiter! Vielen Dank!
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