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Liebe Stimm-Interessierte!
Endlich Frühling, endlich Sonne, und doch…
„Ihr kommt nicht darauf zu singen, weil ihr zu beschäftigt seid, die Fäuste zu schwingen.“ Malcolm X
Wäre es nicht schön, gerade jetzt in diesen verrückten Zeiten, wenn es etwas gäbe, das verlässlich - nachweislich und mit unzähligen Studien untermauert - glücklich macht?
Ja, gibt es. Ganz einfach: Singen! Singen schüttet Endorphine und Serotonin für das Glücks- und Oxytocin für das Bindungsgefühl aus. Cortisol, das Stresshormone senkt. Atmung und Kreislauf werden angeregt oder auch entspannt, das Immunsystem gestärkt.
Und jetzt winken Sie bitte nicht gleich ab oder scrollen weiter, nach dem Motto: „Ich kann nicht singen“.
„Das Einzige, was besser ist als Singen, ist noch mehr Singen.“ Ella Fitzgerald
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Leider glauben viele Menschen, sie könnten „nicht singen“. Neurowissenschaftlich stimmt das aber meist nicht – die menschliche Stimme ist das Instrument, das jeder besitzt, und Singen ist für viele die erste Form aktiver Musik. Schon im Mutterleib nehmen wir früh die Stimmen der Eltern, vor allem der Mutter, Umgebungsgeräusche und auch Musik wahr. Ungeborene lieben es, wenn ihnen vorgesungen wird! Auch wenn Sie im Mutterleib noch nicht mitsingen konnten - es hat ziemlich sicher schon damals bei Ihnen Wohlgefühl ausgelöst. Babys erkennen nach der Geburt die Stimme der Mutter (und natürlich des Vaters) und reagieren auf bekannte Musik.
Unser Gehörsinn ist der erste, der sich entwickelt, und vermutlich der letzte, der uns am Ende verlässt.
Jeder Mensch kann singen! Es muss weder schön oder noch „richtig“ sein, Hauptsache, dass! Singen ist unsere urälteste Fähigkeit.
Schon Charles Darwin vermutete, dass Gesang eine evolutionäre Rolle spielt. Einige Forschende sehen auch Parallelen zwischen Menschen und Singvögeln: Beide müssen ihre komplexen Gesänge, ihre Sprache lernen und üben. Die Fähigkeit zur Nachahmung von Tönen hat sich vermutlich mehrfach in der Evolution in ähnlichen Abläufen entwickelt.
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Evolutionsforscher vermuten sogar, dass diese Fähigkeit unseren Vorfahren geholfen hat, Gemeinschaft und Kooperation zu stärken. Noch lange vor der Sprachentwicklung. Singen als Ursprache sozusagen. Unsere Urahnen brachten Töne und Laute hervor - Lockrufe oder Drohlaute, Werben oder Warnen. Noch bevor wir Konsonanten sprechen lernen, drücken wir unsere Emotionen in Lauten aus. Genauso „singen“ Babys. Vom ersten Schrei an. Sie brabbeln, lallen, jauchzen, grunzen!
Jeder, der Kinder hat, weiß, dass diese nonverbale Sprache absolut verständlich und eindeutig ist! Kinder singen grundsätzlich erst einmal gerne, weil sie ungeniert sind und nicht bewerten. Bis dann unsere Erziehung dazwischen funkt…
„Warum etwas sagen, wenn man es singen kann?“ Walt Disney
In allen Kulturen wird gesungen: Bei Feiern, religiösen Ritualen, Karaoke, Protesten oder beim Fußball. Warum z.B. singen Fans im Stadion, auch wenn es nun wirklich nicht immer schön klingt? Weil es verbindet, den sozialen Zusammenhalt fördert, Emotionen verstärkt, Identität zeigt und: Weil es glücklich macht.
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Unser Gehirn und Körper sind für das Singen gemacht. Wir haben - jeder von uns - das perfekte Instrument in uns und immer dabei. Singen ist also nicht nur Kunst oder Unterhaltung – es ist eine zutiefst menschliche Fähigkeit, die uns glücklich machen und miteinander verbinden kann.
Wenn jetzt der Frühling hoffentlich endlich Einzug hält, wie wäre es mit einem Frühlingslied? Oder einfach nur ein „frohes Lied auf den Lippen“, das die Laune hebt? Ohne Anspruch auf Schönheit oder gar Perfektion. Einfach nur, weil es guttut.
Falls Sie auf den Geschmack gekommen sind: Hier habe ich ein Mini-Ritual für ein erstes Herantasten ans Singen zusammengestellt.
Ich wünsche Ihnen eine möglichst entspannte Osterzeit, Gelassenheit und Zuversicht für einen schönen Frühling - und viele Gelegenheiten, die Wohltat des Singens zu erleben!
Ganz herzlichst,
Ihre Nicola Tiggeler
P.S. Ich verlose unter allen Einsendungen 1x meinen Buchtipp (s.u.) in der Taschenbuch-Ausgabe. Schreiben Sie mir dazu Ihr schönstes oder auch bemerkenswertestes Sing-Erlebnis. Und natürlich Ihre Adresse, wenn die Glücksfee (also ich!) das Los auf Sie fallen lässt.
Unter den Einsendenden entscheidet das Los. Die Ermittlung der Gewinnerin oder des Gewinners erfolgt am 09.04.2026 um 10 Uhr. Teilnehmen können alle, die diesen Newsletter regelmäßig beziehen. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen ist unabhängig vom Ausgang der Verlosung. Das Buch kann nicht gegen einen anderen Gewinn getauscht werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Wussten Sie, dass die Kunst des Klopfens nicht nur im Handwerk, sondern z.B. auch in der Natur, der Medizin, in der Therapie eine bedeutende Rolle spielen? Amseln trappeln auf den Boden, um Regenwürmer anzulocken. Erst nach dem Abklopfen des amtlichen Klopfers mit einem „Käsehammer“ darf sich der Parmigiano Reggiano auch so nennen. Gegen Lampenfieber wiederum hilft die Klopftechnik PEP…
Das alles weiß ich, seit ich den Podcast „Die Welt der Klänge“ von Peter Kiefer und Christian Conradi höre. Die Hosts nehmen die Hörerinnen und Hörer in bisher sieben Folgen auf eine „unerhörte“ Entdeckungsreise durch die vielfältige Welt der Geräusche und Klänge mit. In der Folge „Ohrenzeugen“ geht es um Klänge, die als Beweismittel in Mordfällen, bei der Mafia-Jagd oder bei der Aufklärung von Kriegsverbrechen helfen. Weitere Themen sind u.a. Glocken, KI-Kompositionen, Klangarchäologie…
„Die Welt der Klänge“ ist ein toller, lehrreicher und unterhaltsamer Podcast für alle, die ihre Welt einmal bewusst mit den Ohren entdecken möchten.
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Den wunderbaren Roman „Judith und Hamnet“ von Maggie O´Farrell habe ich Ihnen schon gleich bei der Erscheinung der deutschen Übersetzung 2020 ans Herz gelegt. Und wie immer bei Lieblingsbüchern ist die große Frage, ob die Verfilmung mit dem eigenen Kopfkino mithalten kann. Ich finde: Ja! Regisseurin Chloé Zhao erzählt das (fiktive) Drama „Hamnet“ über den Tod von William Shakespeares kleinem Sohn bis zur Entstehung des berühmtesten Werkes seines Vaters - „Hamlet“.
Mit ruhiger, atmosphärischer Bildsprache und viel Raum für Emotionen statt großer Gesten. Der Cast ist toll: Paul Mescal als Shakespeare, Jacobi Jupe als 11-jähriger Hamnet, Emily Watson als Mary. Das eigentliche Zentrum des Films ist jedoch Jessie Buckley als Agnes: Intensiv, verletzlich und voller innerer Energie trägt sie den Film fast im Alleingang. Ein Erlebnis, für das Buckley zu Recht den Goldenen Globe und jetzt gerade den Oscar gewonnen hat. So wird „Hamnet“ weniger zum klassischen Historiendrama als zu einer berührenden Meditation über Verlust, Liebe – und darüber, wie aus Schmerz Kunst entstehen kann.
Der emotionalen Wucht des Schlusses kann sich niemand entziehen und gehört jetzt schon in die Filmgeschichte!
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Noch einmal Maggie O´Farrell: Diesmal ihr 2016 erschienener Roman „Hier muss es sein“, nun auch auf Deutsch. Wie in „Hamnet“ erweist sich O´Farrell als Expertin für schwierige Beziehungen: Der ehemalige Hollywood-Star Claudette Wells hat sich aus ihrer früheren Ehe mit einem berühmten Regisseur und dem Rampenlicht zurückgezogen. Und greift schon mal zur Schrotflinte, wenn Unbefugte sich ihrer Welt und ihren Kindern nähern wollen. So auch bei Daniel, einem Linguistik Professor aus Brooklyn. Der verliebt sich, es könnte so schön werden… Aber die jeweilige Geschichte holt beide ein.
Liebevoll, schillernd, heiter, manchmal durchgeknallt, dann wieder tiefgründig zeichnet O´Farrell ein weiteres Portrait einer Ehe. Immer wieder wechselt sie sprunghaft die Zeiten, Orte, Perspektiven. Manchmal hatte ich Sorge, mich in dieser etwas labyrinthischen Geschichte zu verheddern. Aber man kann der Autorin vertrauen: am Ende fügt sich alles zu einem Bild zweier Menschen, die mal aus guten Gründen zueinander gefunden haben. Und denen man trotz allem das Beste wünscht.
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Ich habe nach längerer Pause auch das Singen wieder für mich entdeckt. Und habe nun auf Tournee bei „Kalter Weißer Mann“ jeden Abend das Vergnügen. Sehen wir uns?
„Kalter weißer Mann“ ist eine wirklich brillante, aktuelle, kluge und vor allem unterhaltsame Komödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, den Autoren der Erfolgsserie „Stromberg“ u.v.a.. Ab April 2026 sind wir wieder auf Tour:
Unter diesem Link finden Sie den Tourneeplan ab April 2026.
Hier können Sie mehr über die Geschichte des Stücks erfahren sowie einen Beitrag über das Stück, Timothy und mich in mdr brisant anschauen. Auch Pressestimmen werden zitiert: Das Hamburger Abendblatt schrieb beispielsweise am 2.8.2025:
„Das Ensemble in der Produktion der Konzertdirektion Landgraf ist insgesamt stimmig besetzt. Nicola Tiggeler, im realen Leben übrigens Peachs Ehefrau, wandelt sich als Publikumsliebling in der Rolle der Sekretärin – Sekretär ist ja nur ein Möbelstück – von der naiven, treu sorgenden mütterlichen Seele zur Frau (!) mit Meinung. Für die neumodische Umschreibung 'Menstruierende' sei sie ja schon zu alt.“
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Es gibt zwei öffentliche Seminare, die ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Stimmexpertin für 2TOP mitgestalte: „VISIBLE – Strategische Sichtbarkeit & Stimme in Führung.“ Das Intensivprogramm in kleiner Gruppe richtet sich an alle Frauen, die sich diese Frage stellen: Wie werde ich wirksam sichtbar, wie trete ich richtig auf, um mich und meine Expertise optimal zur Geltung zu bringen?
VISIBLE. ist als zweitägiges Intensivprogramm konzipiert:
- Tag 1 schafft die strategische Grundlage: Positionierung, Führungshaltung und dein persönliches Wirkprofil im organisationalen Kontext.
- Tag 2 übersetzt diese Klarheit in verkörperte Präsenz. Strategie wird hör- und spürbar – in Stimme, Körper und Auftreten, auch unter Druck.
Die Termine: Am 08./09.05.2026 in Frankfurt, am 05./06.2026 in Hamburg.
Nähere Details finden Sie hier.
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Professionelle Stimmanalyse
Lassen Sie uns gemeinsam in einem 1-stündigen Online-Treffen oder Telefonat Ihre Stimme analysieren und herausfinden, was Ihre Wünsche und Ziele in puncto Stimme und Sprechen sind.
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Einzelcoaching für Ihre Stimme
Sie wünschen sich ein individuelles Stimm-Coaching mit mir? In den Einzel-Sessions erkunden wir Ihre individuelle "Stimm-Lage" und arbeiten an spezifischen Anforderungen, die Ihre Position oder Ihre Karrierewünsche mit sich bringen. Für bleibende Wirkung, eine gewinnende Ausstrahlung und damit Ihre Stimme Ihre beste Visitenkarte wird! Einzelcoachings können Sie bei mir als Präsenz-Coaching z.B. in meinem Trainingsraum in München oder Online-Coaching buchen. Lassen Sie uns die Möglichkeiten besprechen!
Alle Informationen zum Einzelcoaching finden Sie unter diesem Link.
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Ich würde mich sehr freuen, Sie bei nächster Gelegenheit zu sehen! Leiten Sie die Tipps gerne an Interessierte weiter! Vielen Dank!
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